So berechnet der Rechner die Futtermenge
Der Rechner ermittelt zuerst, wie viel Energie deine Katze am Tag braucht, und teilt diese Energie dann auf Futter und Leckerli auf. Danach rechnet er die Energie anhand des kcal-Wertes auf deiner Futterpackung in Gramm um.
Erwachsene Katzen
Grundlage ist der Ruheenergiebedarf: 70 × Körpergewicht (kg)0,75 in kcal pro Tag. Darauf kommt ein Faktor für Lebensstil und Kastration:
- Unkastriert, normal aktiv: Faktor 1,4
- Kastriert, normal aktiv: Faktor 1,2
- Niedrige Aktivität oder zu Übergewicht neigend: Faktor 1,0
- Hohe Aktivität (Freigänger): Faktor 1,6 als grobe Näherung. Prüfe hier besonders genau, ob das Gewicht stabil bleibt.
Die Faktoren für kastrierte, unkastrierte und zu Übergewicht neigende Katzen entsprechen den gängigen Richtwerten, etwa im Merck Veterinary Manual.
Übergewicht und Abnehmen
Bei Übergewicht (Körperform 6 bis 9) schätzt der Rechner das Zielgewicht grob: Pro Punkt über 5 geht er von etwa 10 % zu viel Gewicht aus. Für die Abnehm-Ration verwendet er 80 % des Ruheenergiebedarfs für das Zielgewicht (Faktor 0,8). So empfehlen es auch die AAHA-Leitlinien für Katzen. Wichtig: Katzen dürfen nicht schnell oder mit sehr kleinen Mengen abnehmen. Wenn eine Katze zu wenig oder gar nichts frisst, kann ihre Leber verfetten, und das ist lebensgefährlich. Eine Diät gehört deshalb immer in die Begleitung deiner Tierarztpraxis.
Kitten und junge Katzen
Kitten brauchen im Verhältnis zu ihrem Gewicht mehr Energie, weil sie wachsen. Der Rechner nutzt dafür eine Wachstumsgleichung, die das aktuelle Gewicht ins Verhältnis zum erwarteten Endgewicht setzt: Energie in kcal = 100 × Gewicht0,67 × 6,7 × (e−0,189 × Gewicht ÷ Endgewicht − 0,66). Sie wird zum Beispiel in diesem Fachartikel beschrieben. Je näher dein Kitten dem Endgewicht kommt, desto kleiner wird der Zuschlag.
Häufige Fragen
Wie viel Futter braucht meine Katze pro Tag?
Das hängt von Gewicht, Alter, Aktivität, Kastration und dem Energiegehalt des Futters ab. Als Orientierung: Eine kastrierte, normal aktive Katze mit 4 kg braucht etwa 240 kcal pro Tag. Bei Trockenfutter mit 400 kcal pro 100 g sind das rund 60 g, bei Nassfutter mit 85 kcal pro 100 g rund 280 g, jeweils ohne Leckerli.
Wie viele Mahlzeiten pro Tag sind sinnvoll?
Katzen fressen von Natur aus mehrere kleine Portionen über den Tag. Üblich sind zwei bis vier Mahlzeiten. Kitten verteilen die Tagesmenge auf etwa vier Mahlzeiten, später auf drei. Der Rechner schlägt dir passend zum Alter eine Zahl vor, die du ändern kannst.
Trockenfutter oder Nassfutter?
Beides kann den Bedarf decken, wenn es als Alleinfutter gekennzeichnet ist. Nassfutter enthält viel Wasser. Das ist praktisch, weil Katzen von Natur aus oft wenig trinken. Dafür brauchst du wegen der geringeren Energiedichte eine größere Menge in Gramm. Mit dem Regler „Anteil Nassfutter“ kannst du beides mischen.
Wie viele Leckerli darf meine Katze bekommen?
Als Faustregel höchstens 10 % der Tagesenergie. Der Rechner zieht die Leckerli von der Futtermenge ab, damit die Gesamtmenge stimmt. Gib bei „Energie pro Leckerli“ den Wert deiner Sorte ein, denn er unterscheidet sich stark.
Darf meine Katze Hundefutter fressen?
Nicht dauerhaft. Katzen haben andere Nährstoffbedürfnisse als Hunde, zum Beispiel brauchen sie Taurin über das Futter. Hundefutter deckt das in der Regel nicht ab. Gib deiner Katze ein Alleinfutter, das ausdrücklich für Katzen gedacht ist.
Woran erkenne ich, ob die Menge stimmt?
Am Gewicht und an der Körperform. Wiege deine Katze alle zwei bis vier Wochen und taste die Rippen. Nimmt sie zu, obwohl sie schlank sein sollte, reduziere die Menge um etwa 10 %. Nimmt sie ab, erhöhe sie um etwa 10 %. Bei Kitten kontrollierst du das Wachstum am besten gemeinsam mit der Tierarztpraxis.
Wann sollte ich nicht allein rechnen?
Bei Trächtigkeit und Säugezeit, bei Krankheiten wie Nieren-, Schilddrüsen- oder Stoffwechselerkrankungen und bei Diabetes, bei Futtermittelallergien, bei sehr starkem Über- oder Untergewicht und bei sehr alten Katzen. Frisst deine Katze mehr als einen Tag lang nichts, geh bitte zur Tierarztpraxis. Dann gehört die Futterplanung in die Hände von Fachleuten.