So berechnet der Rechner die Futtermenge
Der Rechner ermittelt zuerst, wie viel Energie dein Hund am Tag braucht, und teilt diese Energie dann auf Futter und Leckerli auf. Danach rechnet er die Energie anhand des kcal-Wertes auf deiner Futterpackung in Gramm um.
Erwachsene Hunde
Grundlage ist der Ruheenergiebedarf: 70 × Körpergewicht (kg)0,75 in kcal pro Tag. Darauf kommt ein Faktor für Lebensstil und Kastration:
- Unkastriert, normal aktiv: Faktor 1,8
- Kastriert, normal aktiv: Faktor 1,6
- Niedrige Aktivität oder zu Übergewicht neigend: Faktor 1,4
- Hohe Aktivität: Faktor 2,0 als grobe Näherung. Echte Arbeits- und Leistungshunde (zum Beispiel Schlittenhunde) können noch deutlich mehr brauchen.
Diese Faktoren entsprechen den gängigen Richtwerten, etwa im Merck Veterinary Manual.
Übergewicht und Abnehmen
Bei Übergewicht (Körperform 6 bis 9) schätzt der Rechner das Zielgewicht grob: Pro Punkt über 5 geht er von etwa 10 % zu viel Gewicht aus. Für die Abnehm-Ration verwendet er den Ruheenergiebedarf für das Zielgewicht (Faktor 1,0). So empfehlen es auch die AAHA-Leitlinien für Hunde. Eine Diät sollte immer mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abgestimmt werden, weil dabei auf ausreichend Nährstoffe und auf eine langsame, gleichmäßige Gewichtsabnahme geachtet werden muss.
Welpen und Junghunde
Welpen brauchen im Verhältnis zu ihrem Gewicht mehr Energie, weil sie wachsen. Der Rechner nutzt dafür eine Wachstumsgleichung, die das aktuelle Gewicht ins Verhältnis zum erwarteten Endgewicht setzt: Energie in MJ = (1,063 − 0,565 × Gewicht ÷ Endgewicht) × Gewicht0,75. Je näher dein Hund dem Endgewicht kommt, desto kleiner wird der Zuschlag.
Häufige Fragen
Wie viel Futter braucht mein Hund pro Tag?
Das hängt von Gewicht, Alter, Aktivität, Kastration und dem Energiegehalt des Futters ab. Als Orientierung: Ein kastrierter, normal aktiver Hund mit 20 kg braucht etwa 1.060 kcal pro Tag. Bei Trockenfutter mit 380 kcal pro 100 g sind das rund 280 g, wenn keine Leckerli dazukommen.
Wie viele Mahlzeiten pro Tag sind sinnvoll?
Erwachsene Hunde bekommen meist zwei Mahlzeiten pro Tag. Welpen verteilen die Tagesmenge häufiger: Üblich sind vier Mahlzeiten bis etwa zum dritten Monat, drei bis zum sechsten Monat und danach zwei. Der Rechner schlägt dir passend zum Alter eine Zahl vor, die du ändern kannst.
Wie viele Leckerli darf mein Hund bekommen?
Als Faustregel höchstens 10 % der Tagesenergie. Der Rechner zieht die Leckerli von der Futtermenge ab, damit die Gesamtmenge stimmt. Gib bei „Energie pro Leckerli“ den Wert deiner Sorte ein, denn er unterscheidet sich stark. Ein Kauknochen kann schnell mehrere Dutzend kcal haben.
Trockenfutter oder Nassfutter?
Beides kann den Bedarf decken, wenn es als Alleinfutter gekennzeichnet ist. Nassfutter enthält viel Wasser und deshalb weniger Energie pro Gramm. Du brauchst davon also eine größere Menge. Mit dem Regler „Anteil Nassfutter“ kannst du auch mischen. Der Rechner verteilt die Kalorien dann entsprechend.
Woran erkenne ich, ob die Menge stimmt?
Am Gewicht und an der Körperform. Wiege deinen Hund alle zwei bis vier Wochen und taste die Rippen. Nimmt er zu, obwohl er schlank sein sollte, reduziere die Menge um etwa 10 %. Nimmt er ab, erhöhe sie um 10 %. Bei Welpen kontrollierst du das Wachstum am besten gemeinsam mit der Tierarztpraxis.
Warum weicht die Empfehlung auf der Futterpackung ab?
Hersteller rechnen mit durchschnittlich aktiven Hunden und geben oft Spannen an. Dein Hund kann davon abweichen. Wenn Rechner und Packung stark auseinanderliegen, ist der Energiegehalt des Futters der erste Wert, den du prüfen solltest.
Wann sollte ich nicht allein rechnen?
Bei Trächtigkeit und Säugezeit, bei Krankheiten wie Nieren-, Herz-, Leber- oder Stoffwechselerkrankungen, bei Futtermittelallergien, bei Leistungssport, bei sehr starkem Über- oder Untergewicht und bei sehr alten Hunden. Dann gehört die Futterplanung in die Hände deiner Tierarztpraxis.